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Laufende Projekte

ANTIZOONS

Kaskadeneffekte des klimabedingten Waldumbaus auf Zoonoseerreger in Säugetieren

In einem interdisziplinären Ansatz sollen im Verbundprojekt ANTIZOONS Habitatveränderungen durch den klimawandelbedingten Waldumbau und deren Auswirkungen auf die Diversität und Zusammensetzung der Säugetiergemeinschaft und ihrer zoonotischen Krankheitserreger erfasst werden. Letztere sind beispielsweise Viren oder Bakterien, die von Tieren auf den Menschen übergehen können. Einige der wichtigsten Reservoire von Zoonoseerregern sind auch als Forstschädlinge von großer Bedeutung. Dies ist umso wichtiger vor dem Hintergrund des geplanten großflächigen Waldumbaus. Die Ergebnisse des Projektes sollen daher auch dazu dienen, das Management von Forstschädlingen zu optimieren.

Mit dem Projekt ANTIZOONS wird eine One-Health-Perspektive verfolgt, die die Gesundheit von Waldökosystemen, Wildtieren und Menschen gemeinsam betrachtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Transfer der Erkenntnisse in die Praxis – insbesondere für das Gesundheitswesen, die Forstwirtschaft und den Pflanzenschutz.

Das Teilvorhaben 1 „Versuchsflächenauswahl, Vegetationsaufnahmen und Erfassung der Kleinsäugerfauna“ an der NW-FVA zielt darauf ab, die Auswirkungen des Waldumbaus auf Kleinsäugergemeinschaften und Verbissschäden an Jungbäumen zu untersuchen sowie Prognosemethoden zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Dazu werden Vegetationsaufnahmen, eine Erfassung von Fraßschäden an Kulturpflanzen sowie ein Kleinsäuger-Monitoring durchgeführt. Neben der Auswahl und Abstimmung geeigneter Untersuchungsflächen unter Berücksichtigung einer standortsgerechten klimaangepassten Baumartenwahl liegt dabei ein besonderer Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Habitateigenschaften, Abundanz der Mäuse und dem tatsächlich verursachten Schaden. Insbesondere bei großflächigen Maßnahmen wie der Wiederbewaldung von Kalamitätsflächen ist eine präzise Gefährdungsprognose für die Waldbewirtschaftung und den langfristigen Erhalt von klimastabilen Mischbeständen notwendig.

Laufzeit:
07/2025 bis 06/2028
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Schmetterlinge und Mäuse (Abt. Waldschutz)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
In Kooperation mit:
  • Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik, Wirbeltierforschung (Teilvorhaben 2)
  • Universität Münster, Institut für Evolution und Biodiversität (Koordination des Gesamtvorhabens und Teilvorhaben 3)
  • Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für Infektionsmedizin, Labor für molekulare Vektor-Pathogen-Interaktion (Teilvorhaben 4)
  • Universität Leipzig, Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen (ebenfalls Teilvorhaben 4)
Förderung:

Das Verbundprojekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. im Rahmen der Nationalen Forschungsplattform One Health (OHP) gefördert. (Förderkennzeichen: 01KI2507B)

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