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Laufende Projekte

WaSWaDi

Waldmanagementstrategien zur Sicherung der Wasserdienstleistungen nach Borkenkäferkalamitäten

Das Verbundprojekt der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist im Einzugsgebiet der Langen Bramke im Harz angesiedelt, wo infolge von Trockenstress und Borkenkäferbefall in den vergangenen Jahren großflächige Kalamitätsflächen entstanden sind.

Das Absterben der Fichten sowie die darauf folgenden unterschiedlichen Managementstrategien beeinflussen sowohl die Wasserquantität als auch die Wasserqualität innerhalb des Einzugsgebietes. Betroffen von den Veränderungen sind nicht nur die Waldflächen selbst, sondern auch die davon abfließenden Gewässer, hier insbesondere die Lange Bramke, sowie nachgelagerte Trinkwasserspeicher wie die Okertalsperre.

Im Rahmen des Projekts werden daher räumliche und zeitliche Veränderungen des Wasserhaushalts untersucht, wobei insbesondere der Austrag von Sickerwasser aus den Waldflächen sowie der Gewässerabfluss der Langen Bramke betrachtet werden. Gleichzeitig werden Veränderungen im Austrag wassergebundener Stoffe analysiert, beispielsweise von gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC) oder Nitrat (NO₃⁻).

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Einfluss unterschiedlicher Management- und Wiederbewaldungsstrategien auf den Wasser- und Stoffhaushalt der Flächen. Dabei werden unter anderen geräumten Kahlflächen mit Flächen verglichen, auf denen abgestorbene Fichten (sogenannte Dürrständer) belassen wurden. Auf den Flächen wurde ein Vorwald aus Birke und Eberesche bzw. eine Mischung aus Buche und Weißtanne gepflanzt.

Die umfangreichen experimentellen Untersuchungen werden durch Simulationen mit einem öko-hydrologischen Modell begleitet. Diese forsthydrologischen Simulationen ermöglichen es, die Veränderungen auf allen Einzugsgebietsskalen zu verfolgen. Zusätzlich werden die Ergebnisse dazu beitragen, das Prozessverständnis zu erhöhen und Dynamiken und Wechselwirkungen zwischen Bodenprozessen, Wasserqualitäten und Abflussregimen zu verstehen.

In Zusammenarbeit mit der BGR erfolgen Isotopenuntersuchungen in verschiedenen Ökosystemkompartimenten, darunter Niederschlag, Sickerwasser, Grundwasser, Quellen und Gebietsabfluss, zudem werden die Anteile von Evaporation und Transpiration analysiert. Mit Hilfe dieses Ansatzes können die Annahmen und Parametrisierungen der hydroökologischen Simulationssysteme hinsichtlich der Herkunft, Mischung, Fließwege und Transitzeiten überprüft und, falls notwendig, angepasst werden. 

Ziel des Projekts ist es, wissenschaftlich fundierte waldbauliche Empfehlungen für den Umgang mit Kalamitätsflächen im Hinblick auf Wasserdienstleistungen abzuleiten. Außerdem soll eine Strategie zur Umweltüberwachung von Waldbeständen mit starken strukturellen Veränderungen entwickelt werden, einschließlich der anschließenden Wiederbewaldungsphase.

Laufzeit:
01/2026 bis 12/2028
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Intensives Umweltmonitoring (Abt. Umweltkontrolle)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
In Kooperation mit:
Förderung:

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen gefördert (Förderkennzeichen 2224NR024A).

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Kontakt:
Weitere Informationen:

„WaSWaDi“ ist ein Folgeprojekt des Projekts „AUWADI“ der NW-FVA.